[Informatives] Print-on-Demand: einige Anbieter im Überblick

Print-on-Demand: Hardcover Buch
Um als Self-publisher sein eigenes Buch in den Händen halten zu können gibt es verschiedene Print-on-Demand Anbieter. (Quelle: perronjeremie/pixabay.com)

Für viele angehende Autoren ist die zentrale Frage zu Beginn immer, ob sie ihr Buch bei einem Verlag unterbringen können bzw. wollen oder ob sie als Self-publisher agieren möchten. Wenn du eher dazu geneigt bist letzteres auszuprobieren, dann ist die nächste Herausforderung einen Anbieter zu finden, der dein Buch auch druckt. Hier bieten sich vor allem Print-on-Demand Services an.

Sogenannte Print-on-Demand Anbieter ermöglichen dir so viele Exemplare deines Buches zu drucken, wie du es für notwendig hältst. Dabei kann man es auch so erklären, dass bei jeder Bestellung eines Buchs du den Druckauftrag erteilen kannst.

Der ersichtliche Vorteil ist natürlich, dass du (bei den meisten Anbietern) keine bestimmte Anzahl an Büchern drucken lassen musst. Es gibt also keine Mindestauflage. Auch kannst du das Design bei jedem Druck theoretisch abändern, um eventuell spezielle Editionen herausbringen zu können.

Negativ kann beurteilt werden, dass die Kosten meist höher sind als bei üblichen Druckereien. Hier musst du einfach für dich selber abwägen, ob du lieber mehr zahlen möchtest und dafür selbst entscheiden kannst, wie viele Exemplare du drucken magst. Oder aber du zahlst insgesamt weniger bei einer Druckerei, hast aber eine Mindestauflage zu bestellen. Das kann dazu führen, dass du auf einigen Exemplaren sitzen bleibst, wenn du sie nicht verkaufen kannst.

Außerdem bedeutet ein Print-on-Demand Service gleichzeitig, dass dein Buch in den meisten Fällen nur online zu erwerben ist und nicht über deinen lokalen Buchhändler oder generell in Buchläden. Du kannst zwar mit einem Buchhändler einen Vertrag eingehen, damit dein Buch dort ausgestellt wird, musst aber dann genug Exemplare vordrucken lassen. Dies steigert wiederum die Kosten für dich.

Vergessen solltest du aber nicht, dass die Korrektur deines Werkes und auch die Gestaltung allein bei dir liegen. Es gibt jedoch Anbieter, die gegen Aufpreis auch dies für dich übernehmen können bzw. dich dabei unterstützen.

 

Folgend stelle ich dir ein paar Print-on-Demand Anbieter vor, um dir einen kleinen Überblick zu verschaffen. Dabei werde ich keine Wertung einfließen lassen, welcher Anbieter am besten ist oder ob die Konditionen gerechtfertigt sind. Die Beschreibungen dienen allein dazu, dir etwas Recherche abzunehmen!

Print-on-Demand Anbieterliste
Eine kleine Auswahl an Print-on-Demand Anbietern mit ihren Optionen. (Quelle: unsplash / pexels.com)

Book-on-Demand (BoD)

BoD ist einer der führenden Dienstleister im Rahmen in diesem Bereich. Sie bieten nicht nur den Druck an, sondern achten auch darauf, dass dein Buch in den beliebtesten Online-Handeln (Amazon, Thalia,..) angeboten wird. Dabei kannst du zwischen vier verschiedenen Produkten wählen.

BoD Fun

In dieser Kategorie geht es schlicht und einfach nur um den Druck deines Buchs. Du bist nicht an eine bestimmte Vertragslaufzeit gebunden, noch hast du eine Mindestauflage zu bestellen. Das einzige was du dafür tun musst ist dein Manuskript samt Cover hochzuladen und deine Druckart (Taschenbuch beispielsweise) festzulegen. Die Stückpreise verringern sich je höher die Bestellmenge ist, es geht hier ab 9.99€ pro Exemplar los.

BoD E-Book

Wie der Name bereits vermuten lässt, wird bei dieser Kategorie das Werk rein elektronisch veröffentlicht und vertrieben. Auch hier bist du an keine bestimmte Vertragslaufzeit gebunden. Darüber hinaus erhältst du für jeden Verkauf über den BoD Buchshop bis zu 80% des Nettoerlöses, bei anderen Shops bis zu 70%. Eine weitere Möglichkeit ist auch das „E-Short“. Hier kannst du Kurzgeschichten mit max. 144 000 Zeichen bzw. ca. 80 Seiten veröffentlichen. BoD hilft auch bei der richtigen Erstellung eines E-Books (Design, Layout, Editor etc.)

BoD Classic

Mit dieser Kategorie verlangt BoD erstmals einmalige 19€ von jedem Autor. Außerdem beträgt die Vertragslaufzeit ein Jahr. Dafür kannst du dein Werk aber als Buch und E-Book veröffentlichen. Es wird in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) aufgenommen und über unzählige Buchhandlungen und Online-Händler angeboten. Aufgrund der großen Reichweite von BoD ist auch der internationale Vertrieb durchaus möglich (wenn natürlich Interessenten vorhanden sind).

BoD Comfort

Die teuerste Kategorie bei diesem Anbieter. Du zahlst einmalige 249€, hast eine Vertragslaufzeit von einem Jahr und kannst dein Werk gedruckt und im e-Format herausgeben. Der Unterschied zum BoD Classic liegt dabei, dass du hier einen Partner an die Seite gestellt bekommst. Dieser hilft dir dein Projekt möglichst gut und schnell in die Tat umzusetzen. Er betreut dich in Sachen Manuskript, Upload u.v.m.

Zusätzlich erhältst du fünf kostenfreie Exemplare, sozusagen als „Startauflage“ und ein freies Ansichtsexemplar, um letzte Änderungen vornehmen zu können.

Print-on-Demand Liste
Die verschiedenen Anbieter solltest du miteinander vergleichen. (Quelle: Startup Stock Photos / pexels.com)

Epubli

Das noch relativ junge Unternehmen, im Jahre 2007 gegründet, ist bereits einer der bekanntesten Anbieter für Self-publisher. Epubli bietet nicht nur privaten Buchdruck an, sondern auch die Veröffentlichung von Büchern und e-Books. Dabei wird jeder per E-Mail oder Telefon unterstützt, unabhängig davon für welche Optionen man sich entscheidet.

Buch drucken

Für den privaten Zweck kannst du bei Epubli ein Buch nur drucken lassen – ohne ISBN. Das ist ein Angebot, was auch normale Druckereien oftmals anbieten.  Hier wird keine Vertragslaufzeit aufgesetzt, auch fallen sonstige Maßnahmen weg. Dafür erhältst du, falls gewünscht, die Möglichkeit zur Beratung. Hierbei kannst du dich auch durchaus beraten lassen, welche Bindung am geschicktesten wäre oder welches Format.

Printbuch veröffentlichen

Wenn du ein Printbuch veröffentlichen möchtest, dann hast du auch hier eine große Auswahl an Designs (Bindung, Papierfarbe und –format). Darüber hinaus wird dir eine ISBN zugeteilt. Zusätzlich übernimmt Epubli die Meldung ans VLB und sorgt für die Abgabe von Pflichtexemplaren sowie Künstlersozialklasse. Es gibt zwar eine Vertragslaufzeit. Diese ist jedoch sehr kurz und kann jederzeit gekündigt werden.

E-Book veröffentlichen

Dies kann entweder eigenständig vorgehen oder zusätzlich zum Printbuch ausgewählt werden. Die Designs fallen hier jedoch weg, da e-Books meist eine einheitliche, gut lesbare Erscheinung haben.

Besonders auffällig ist, dass Epubli keine Kosten aufschlägt bzgl. Buch bzw. e-Book Veröffentlichung. Dies ist positiv zu bewerten. Der Haken liegt vielmehr darin, dass dein Werk entweder nur über den Epubli Shop vertrieben wird oder über den Marketplace von Amazon (nicht bei Amazon direkt!). Das könnte die Erreichbarkeit deines Buches schmälern, da auch das Honorar für dich etwas geringer ausfällt als bei anderen PoD Anbietern.

Print-on-Demand Aufzählung
Die Vor- und Nachteile der einzelnen Anbieter sind nur geringfügig zu unterscheiden. (Quelle: unsplash / pexels.com)

Createspace

Als Alternative gibt es noch ein Tochterunternehmen von Amazon, welches aber nur in englischer Sprache bedienbar ist. Createspace bietet allen Self-publishern, nicht nur Autoren sondern auch Musikern und Filmemachern, die Möglichkeit ihre Werke zu veröffentlichen.

Dabei wirbt die Seite mit „einfachen do-it-yourself Werkzeugen“, guten Honoraren und Hilfestellungen in allen Bereichen (wie z.B. Coverdesign, Marketing etc.). Die veröffentlichten Werke sind dann über Amazon erhältlich, auch e-Books erscheinen im Kindle Store.

Die Hilfestellungen kosten natürlich etwas, je nach gewünschtem Aufwand umso mehr. Besser ist es da eventuell die eigene Zeit zu investieren und sich z.B. an dem Layout selber zu versuchen. Außerdem sollte bedacht werden, dass bei der Layout Abspeicherung nachträgliche Änderungen nicht mehr möglich sind. Nur der Inhalt lässt sich anpassen.

Die verschiedenen Buchformate, aus denen du wählen kannst, sind hierbei an die üblichen englischen / amerikanischen Formate angepasst. Diese unterscheiden sich, wenn auch minimal, von unseren und könnten irritieren. Wünscht du dir genauere Erfahrungsberichte, dann schau doch mal hier vorbei. Oder hier.

Hast du selbst eines dieser PoD ausprobiert? Oder noch einen anderen, wichtigen Anbieter, den ich ausgelassen habe? Lass es mich wissen!

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