[Informatives] Gutenberg – Buchdruck und WordPress?

Gutenberg-Editor Buchdruck
Der Gutenberg-Editor verdankt seinen Namen Johannes Gutenberg, dem Erfinder des modernen Buchdrucks. (Quelle: wilhei / pixabay.com)

Den meisten Lesern wird der Name Gutenberg ein Begriff sein. Oder aber ziemlich familiär erscheinen. Neuerdings bzw. richtig offiziell erst im letzten Drittel des Jahres 2017 verbindet man Gutenberg auch mit WordPress. Grund hierfür ist der Gutenberg-Editor, den ich mal begutachtet habe.

Zunächst erstmal: Gutenberg?

Gutenberg bezieht sich nicht auf einen kostenlosen e-Book Anbieter, der über 54 000 frei zugängliche e-Books „führt“. Auch nicht auf den ehemaligen Bundesverteidigungsminister, der durch die Plagiatsaffäre bekannt wurde (ihn schreibt man übrigens mit doppelt-t, also Guttenberg).

Nein, es geht hierbei um Johannes Gutenberg. Dieser erfand den modernen Buchdruck und die Druckerpresse.  Durchaus relevant für jeden Bücherwurm.

Wahrscheinlich aufgrund dessen hat WordPress ein neues Plug-In, welches noch in der Testphase steht, kreiert. Dennoch kannst du es dir schon herunterladen (empfehlenswert aber nur auf „normalen“ Webseiten, nicht auf kommerziellen. Nicht, dass es dir noch was verzerrt). Dieses Plug-In trägt den Namen Gutenberg- Editor und wurde bereits von manch anderen getestet.

Was kann der Gutenberg-Editor theoretisch?

Wordpress Plug-In Gutenberg-Editor
Ein neues Plug-In ist auf dem Weg und es könnte ein nützlicher Editor für dich sein. (Quelle: simplu27 / pixabay.com)

Die allgemeine Vorgehensweise, um ein Plug-In auf WordPress zu installieren ist weitläufig bekannt. Einfach auf „Plugins“ gehen, das Gewünschte suchen und installieren sowie aktivieren. Danach solltest du den Namen „Gutenberg“ in der Menüleiste, eher weiter unten, entdecken.

Der Gutenberg-Editor hilft dir bei der Gestaltung von deinen Beiträgen. Also ähnlich wie das, was du momentan schon hast, nur viel ausgereifter. Vergleichen kann man es mit dem Visual Composer. Der kostet allerdings und mit dem hatte ich auch nur beruflich zu tun.

Für alle, die den Visual Composer nicht kennen und deswegen auch nicht wissen, was der Gutenberg-Editor kann, hier mal eine sehr knappe Zusammenfassung:

Der Visual Composer (VC) hilft dir bei der richtigen Gestaltung von Beiträgen ohne etwas zu verzerren. Du hast Blöcke, die du an jede beliebige Stelle ziehen kannst. In diese Blöcke kannst du dann weitere Funktionen auswählen. Soll ein Block nur Text enthalten und in einem anderen kommt ein Bild? Oder möchtest du in einem Block einen Slider einbauen? Bei all diesen Sachen sollen beide Editoren, VC und Gutenberg, helfen.

Und praktisch betrachtet?

Für ganz neue Nutzer ist das Konzept doch etwas irritierend. Da ich aber schon mit dem VC zutun hatte, finde ich den Gutenberg-Editor eigentlich ganz praktisch. Ein neuer Beitrag ist jetzt komplett leer, sieht aus wie eine Leinwand.

Gutenberg-Editor Ansicht
So sieht ein neuer Beitrag mit dem Gutenberg-Editor aus.

Hier kannst du dann erstmal Blöcke einfügen, indem du auf das Plus-Zeichen klickst. Und danach auswählen, was für ein Block das sein soll – Textblock, Bildblock, oder beides in zwei gleichgroßen Spalten. Natürlich ist das keine feste Auswahl, du kannst jederzeit den Block löschen oder umändern. Zudem kannst du die Blöcke auch verschieben, falls dir die Anordnung doch nicht gefällt.

Hier einmal kurz aufgezählt, was der neue Editor alles bis jetzt kann (es kann noch mehr hinzukommen, ich beschreibe hier gerade nur das, was ich gesehen habe im Testprodukt):

  • Textfelder
  • Bilder
  • Videos
  • Zitate
  • Listen
  • Tabellen

Also kann er eigentlich nicht viel mehr, als die bisherigen Editoren. Die Tabellen, gut für die braucht man momentan extra Plug-Ins wie Tablepress, oder eigene CSS / HTML Fähigkeiten (die ich so jetzt nicht unbedingt besitze).

Was mir aber besonders gefällt ist die Möglichkeit die sozialen Netzwerke mit der Seite zu verbinden. Mit einem einfachen Klick kann man z.B. Bilder vom Instagram-Account einbinden oder den Spotify Account. Das ist für Buchblogger eigentlich super, um z.B. die Buchcover zeigen zu können.

Etwas mehr Beschreibung der Blöcke

Bei den Textfeldern kannst du entweder wirklich Text einfügen oder einen Block nur für die Überschrift verwenden. Außerdem kannst du den Text zentrieren oder links bzw. rechts anordnen. Den Text kannst du auch in mehrere Spalten aufteilen.

Etwas störend ist aber, dass du zwar Fettungen und kursiv verwenden kannst, aber nicht beides gleichzeitig. Das wird aber bestimmt noch ausgebessert.

Verwendest du einen Block nur für ein Bild, dann kannst du das Bild so ausrichten, dass es sich über die ganze Seite erstreckt. Das ist, meines Wissens nach, mit dem normalen Editor nicht möglich.

Bei den anderen Möglichkeiten ist mir noch nichts besonderes aufgefallen, daher gehe ich darauf nicht explizit ein.

Fazit

Der Gutenberg-Editor ist eigentlich eine nette Kreation. Er ähnelt dem Visual Composer, hat aber den großen Vorteil, dass er kostenlos ist. Für alle, die also auf den VC setzen oder ihn in Erwägung ziehen, könnte dieses Plug-In ein guter Ersatz sein.

Momentan haben es über 900 Leute ausprobiert, und die Reaktionen sind nicht unbedingt positiv. Leider wird nicht genau erläutert woran es liegt. ABER ich denke schon, dass es ein tolles Plug-In sein wird, da die Macher fast jeden Tag neue Updates bringen. Ich erinnere auch gerne noch ein drittes Mal: es ist die Testphase, offizieller Start ist Ende 2017.

Bis dahin wird der Gutenberg-Editor vollkommen ausgereift sein und hoffentlich mehr Nutzer von sich überzeugen.

Hast du bereits den Gutenberg-Editor getestet? Was für einen Eindruck hat er be dir hinterlassen? Ich hoffe die Vermischung zweier Themenbereiche in einem Beitrag hat dir gefallen!

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